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Dialogische Gestalttherapie

Wie für den Mitbegründer der Gestalttherapie Isadore From ist auch für viele heutige Gestalttherapeut/innen die sog. Einzeltherapie die Königsdisziplin der Gestalttherapie.

Doch Einzeltherapie im Gestaltansatz betrifft natürlich nicht einen einzelnen Menschen, sondern immer zwei und meint den unverstellten, dialogischen Kontaktprozess ausschließlich zwischen Klient/in und Therapeut/in. Daher ist Dialogische Gestalttherapie*  der Begriff von dem ich lieber spreche.

Ob es die Königs- oder Königinnendisziplin der Gestalttherapie ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen. Denn auch im Rahmen einer Gruppe finden wir nur in einer dialogischen Haltung den Kontakt zueinander.  Nur wenn ich als Therapeut bereit und fähig bin, mich ganz und gar darauf einzulassen, bin ich überhaupt zur Therapie im Gestaltansatz in der Lage, gleich in welchem Setting.

Dialogische Gestalttherapie im hier beschriebenen Sinne ist die unmittelbare Begegnung von zwei Menschen.

In der Gestalt-Praxis treffen wir uns in einem gemeinsamen Prozess, in dem die Themen der Klientin/des Klienten im Vordergrund stehen.

Dialogische Gestalttherapie  meint das ‚Zwischen' den Menschen. Dies ist der Raum, in dem das subjektive Erleben von Klient/in und Therapeut/in  erwünscht ist und sich gegenseitig inspiriert. Diese Räume schaffen die Möglichkeiten für die Begegnungen im ‚Ich und Du'.

Dialogische Gestalttherapie ist das Erfahrbarmachen der Kontakt-grenze zwischen der Klientin/dem Klienten und dem Therapeuten. Denn Kontakt ist ein Grenzphänomen. Die Grenze ist da, wo beide sich treffen, nach Laura Perls „der Ort der Ich-Funktionen, der Identifikation und Entfremdung, die Sphäre der Erregung, des Interesses, der Betroffenheit und Neugier oder auch der Furcht.“

Dialogische Gestalttherapie  ist der Prozess, in dem die Therapeutin /der Therapeut die eigenen Wahrnehmungen, Eindrücke, Gefühle und Ideen zur Verfügung stellt, um sein Gegenüber in der Entwicklung seiner Bewusstheit zu unterstützen.

* Streng genommen ist dies ebenso ein Pleonasmus, ein ‚Weißer Schimmel’, wie ‚Integrative Gestalttherapie' oder ‚Kreative Gestalttherapie' - an dieser Stelle aber gut geeignet, um die Besonderheit dieses Settings zu veranschaulichen.